Auch ohne Mega-Events ein zeitloses Ziel
"(...) In Lissabon ist die Chance relativ groß, eine Metropole einmal ganz entspannt kennen zu lernen. Die fünf wichtigsten Stadtviertel lassen sich ganz bequem zu Fuß erkunden. Beispielsweise das maurische Altstadtviertel Alfama, das sich auf einen der insgesamt sieben Hügel der Stadt erstreckt. Enge, oft autofreie Gassen, verschlungene Wege, steile Treppen. Die rumpelnde Straßenbahnlinie 28 ist hier seit über hundert Jahren das Verkehrsmittel Nummer eins.
Mit der Eléctricos Nummer 15 geht es nach Belém. Der wuchtige Komplex des Hieronymusklosters ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Machtfülle, die Portugal als Seefahrernation einst auszeichnete. Die aus Stein gehauenen Elefanten und Indio-Köpfe im Innern der Kathedrale wurden mit den Geldern der Entdecker finanziert.
Wir steigen lieber in die Seilbahn (3,50€) und schauen und das gesamte Expo-Gelände aus der Vogelperspektive an. Eindrucksvoll die Aussicht auf die 17 Kilometer lange Brücke Vasco da Gama. Zur Rechten fällt der Blick erneut auf die Zukunftsstadt aus Beton und Glas. Im Sommer wird es hier sehr heiß, zu wenig Grün spendet Schatten. Abkühlung gibt es dafür im Oceanarium, das das weltweit zweitgrößte seiner Art ist.
Es ist Abend geworden. Noch immer sind die Städte-Reisenden entspannt, als sie sich zu dem Ausgeh-Viertel Bairro Alto aufmachen. Der Tag geht zu Ende ohne Blasen an den Füßen, ohne überfüllte U-Bahnen und auch ohne Nepp. Lissabon, eine herrlich unanstrengende Metropole. (...)"